Erster Versuch…

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Mühsam stapfe ich durch die Haupthalle des Münchner Hauptbahnhofs. Bewaffnet mit der unscheinbaren, braunen, bedruckten Papiertüte eines amerikanischen Gourmet-Tempels versuche ich gerade eines der Gebilde, das mir als Burger verkauft worden ist verlustfrei zu essen. Ich versuche zumindest mit den herunterfallenden Salat- und Soßeimitaten meinen Anzug und mein Hemd zu verfehlen. Die Betonung liegt hierbei auf „versuche“. Das Vorhaben scheitert so kläglich wie mein dritter Versuch mich selbstständig zu machen. Wären wir in den Staaten, könnte ich wenigstens besagte Fast Food Kette auf Millionen verklagen, weil auf der Verpackung nicht steht, dass sich Essen und Gehen nicht sonderlich gut mit dem Element Kleidung vertragen. Im Übrigen genauso wenig, wie das Element „Burger“ mit meinem Magen. Warum tue ich mir das eigentlich immer wieder an?

Ach ja, der Versuch mit der Selbstständigkeit. Mein persönlicher Bankberater wollte mir keinen Kredit geben. Er ist der Meinung, das Porzellanpenisse, so kleine handbemalte, als Dekoobjekt, kein „zukunftsträchtiges Geschäftsmodell“ sind. So ein Schwachsinn. Deswegen hatte ich mir ja extra Geschäftsräume in Grünwald ausgeguckt. Die reichen Schnösel kaufen doch alles was ihre schöne, aber zu mehr als Dekozwecken nicht geeignete, Frau „süß“ oder irgendwie „frech niedlich“ findet.

Also doch in die Staaten ziehen und Fast Food Ketten verklagen. Dann müsste ich auch nicht mehr als Bittsteller bei diesem aalglatten persönlichen Bankberater auftauchen. Von wegen persönlich, und „kommen sie doch einfach vorbei“. Wenn der nur für mich persönlich da wäre, müsste ich keinen Termin ausmachen. Und er würde mich auch nicht vor die Tür setzen, weil er „noch einen Abschlusstermin“ hat. Diese Bank hat mich das letzte mal als Kunden gesehen. Hab eh kein Geld mehr.  Schlecht gelaunt hole ich die zweite Beleidigung meiner Geschmacksnerven aus der unscheinbaren Papiertüte und beiße hinein. Ich sollte noch einen fünften Brief schreiben in dem ich einem Warnhinweis mit „Achtung, schmeckt scheiße!“ auf den Verpackungen, oder besser, gut sichtbar außen an den Filialen fordere. Vielleicht lass ich’s ja dann endlich mal bleiben…

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