Sechster Versuch…

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Als ich mich abends wieder zur U-Bahn begebe fällt mir schmerzlichst auf, dass ich wieder einmal vergessen habe, die Batterien in meinem MP3 Player zu tauschen. Nach sage und schreibe zwei Sekunden Kreischen ist Sense. Zum Glück ist es gerade schwer noch schlechter gelaunt zu sein. Diese Erkenntnis heitert mich ein wenig auf. Direkt drauf nutzt meine Stimmung dieses kurze Hoch aus um den gerade verpassten Absturz in den Keller nachzuholen. Scheiß Physik mit ihrem Energieerhaltungssatz. Ob es wohl Menschen gibt die emotionale Physik studieren? Oder würde das physikalische Emotionen heißen?

Mein Gedankengang wird durch die einfahrende U-Bahn unterbrochen. Ich dränge mich als erstes durch die Türe und blicke mich nach einem Sitzplatz um. Ein Mann mit dem gerade so beliebten Undercut, Vollbart, Kassengestell auf der Nase und Hose aus der H&M Frauenabteilung belegt gemeinsam mit seinem modischem Rucksack gut dreiviertel einer Sitzbank. Sehr schön. Emotionale Energieerhaltung. Ich setze mich so nah wie möglich neben ihn und spreche ihn freundlich lächelnd an. “Entschuldigen Sie guter Mann. Ich wollte Sie uns Ihre Begleitung nicht in Ihrer trauten Zweisamkeit stören. Ist es Ihnen eventuell trotzdem möglich ihren Rucksack soweit von diesem Platz zu nehmen, dass ich beide Arschbacken auf selbigen bekomme? Sie könnten ihn beispielsweise zwischen Ihre Beine stellen. Dann wüssten Sie zeitgleich sogar mal wie es sich anfühlt dort einen Sack zu haben. Win-Win-Situation sozusagen. Oder, nachdem ich ja selbst auch kein Freund von Eiern, äh Rucksäcke aus Bodenhaltung bin, könnten Sie ihn sich auch auf den Schoß legen.” Ich pausiere und schaue ihn erwartungsvoll an. Leider hat er wohl nicht vergessen seinen MP3 Player aufzuladen. Erst jetzt bemerke ich seine Kopfhörer. Spontan füllt sich die grade gefundene Freude wieder durch Missmut. “Entschuldigung?” Fragt der Junge schüchtern, während er sich einen Stöpsel aus dem Ohr zieht. “Schon gut.” Sage ich. “Läuft bei dir.”

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